Corona-Zeitkapsel

Normalerweise lenkt ein Museum den Blick zurück in die Vergangenheit. Doch gerade jetzt erleben wir einen Zeitabschnitt, von dem vermutlich noch in hunderten von Jahren in den künftigen Geschichtsbüchern berichtet werden wird. Wir erleben ein komplexes, globales Weltgeschehen, das sich nicht nur auf den individuellen Alltag der Menschen auswirkt, sondern auch unabsehbare Folgen für Weltpolitik und -wirtschaft haben wird. Eines Tages werden wir zurückblicken und uns an diese besondere Zeit erinnern. Um diese Erinnerungen mit typischen Gegenständen wach zu halten, möchten Heike Rhein, kulturschaffende Neustädterin, Thomas Schwarz, faktischer Fotoarchivar der Stadt Neustadt in Holstein, und Dr. Frank Wilschewski, Leiter des zeiTTors, eine so genannte "Zeitkapsel" erstellen. Heike Rhein, Initiatorin dieses Projektes, betont die Wichtigkeit des Sammelns zu diesem Zeitpunkt: "Typische Gegenstände der Corona-Krise wie eine Mund-Nasen-Bedeckung, eine Klopapierrolle oder Desinfektionsspender werden die Ausstellungsstücke von morgen sein."

Aufgerufen sind alle Bürgerinnen, Bürger und Kinder, Gegenstände, Fotos, Bilder oder Texte zur Verfügung zu stellen, die allgemein oder für sie ganz persönlich die Corona-Pandemie dokumentieren. Dies können zum Beispiel Mund-Nasen-Bedeckungen, Aushänge, Flyer, Absperrschilder, Markierungsbänder, Zeitungsartikel, Briefe oder eigene Texte sein. Die Objekte können ab sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt, wenn sie nicht mehr benötigt werden im zeiTTor während der Öffnungszeiten abgegeben werden. Fotos können per E-Mail an Thomas Schwarz unter schwarz.neustadt@t-online.de geschickt werden.
Die fertige Zeitkapsel soll im Magazin des zeiTTors aufbewahrt werden und dort "schlummern", um nach 1, 5, 10 oder gar 50 Jahren wieder hervorgeholt zu werden und den historischen Inhalt zu präsentieren.

Zum Museum:

zeiTTor Museum der Stadt Neustadt in Holstein

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